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Informationen aus 2004
Irene Niepel • Malerei
Charlotte Herzog von Berg • Malerei

Irene Niepel
• Malerei
VIRGIN QUEEN und keltische Natursymbole
12.10.2004 bis 22.02.2005

Keltenkreuz mit weissem Adler
• Acryl auf Leinwand • 125 cm x 100 cm







"...Irene Niepel erfindet mächtige, neue, überraschende Bilder aus Elementen traditionellen Symbolgutes. Durch Kombinationen und aussagekräftige Kompositionsmuster nehmen bekannte Symbol-Motive neue Formen an und sprechen einen neuen Sinn aus..."

Dr. Claudio Müller, Kunsthistoriker
Katalog 1995




Variationen zu Elizabeth I.

"Die in einer Überlieferung so starren und stereotypen Portraits von Elizabeth I. von England erhalten durch den Blick von Irene Niepel eine neue Dimension.
...Durch die Verfremdungseffekte entstehen neue Perspektiven auf die "Virgin Queen", eine der genialsten und faszinierendsten Herrscherfiguren der europäischen Geschichte, die noch in der deutschen Rezeption so einschlägig als bloße "böse" Gegenspielerin der als sympathieträchtiger und so viel "weiblicher" geltenden Maria Stuart gesehen wird.
...Nicht nur die ungeheure Bewegung dieser Bildmontagen oder die expressive Farbigkeit und die Motive transzendieren jede Stereotypie - das überlieferte maskenhafte Gesicht der Elizabeth Tudor erhält bei Irene Niepel lebendige und durchaus variable Züge."

Dr. Sabine Appel, Autorin der bei Bechtle / Ullstein erschienenen Biographie "Elizabeth I. von England"



"In den Bildern von Irene Niepel scheint das künstlerische Ich hinter die Autonomie des Gegenstandes zurückzutreten und mit ihm zu einer Art religiöser Symbiose verschmolzen zu sein... Die montierten Symbolzitate verdichten sich in einer solchen Szenerie unter der Regie der Künstlerin zu einem atmosphärischen Signifikat eigener Art, zu einem Spiel ausserhalb von Raum und Zeit und ohne Geschichten oder greifbare Vorgänge zu erzählen..."

Dr. Reinhardt Gutsche, aus der Laudatio zur Einzelausstellung "Katzengründe",
2002 in der Galerie Grünstraße, Berlin-Köpenick

ARTIBUS
ARTIBUS
Charlotte Herzog von Berg
• Malerei
In arkadischen Gefilden
25.05.2004 bis 20.08.2004

Sommertraum
• 2002 • Acryl und Eitempera auf Leinwand • 40 x 40 cm

In arkadischen Gefilden

Leuchtende Farben, samtweiche Untergründe, seidiger Glanz schaffen eine besondere Atmosphäre der heitere Ruhe und Gelassenheit, die zum Betrachten einlädt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht eine große einfarbige Fläche, der erläuternde Zeichen, Symbole oder Figuren als Radleisten zur Seite stehen. Diese Mittelfläche kann die Form und Bedeutung eines Sees, einer architektonischen Silhouette oder einer mythischen Tierfigur annehmen. Gleich erläuternden Randbemerkungen verweisen die Figuren und Ornamente auf den kultischen Hintergrund.

Ferne Länder und Kulturen haben die Malerin Charlotte Herzog von Berg schon immer fasziniert und zu Bildschöpfungen angeregt. Am Anfang steht die Reise. China oder Japan, Indien, Sri Lanka oder Tibet - wo immer sie sich aufhält, sammelt sie vor Ort Eindrücke mit den geschulten Augen einer Malerin.

Stimmungsvolles Dschungelgrün, staubtrockenes Wüstenrot, sonnengleißendes Steppengelb oder tieffeuchtes Seenblau - alle Erfahrungen des Erlebten spiegeln sich in der leisen, kraftvollen Tonigkeit ihrer magischen Bildmittelpunkte. Folgt man den werbenden Lockungen in die Tiefe der Flächen, werden sie lebendig durch die unterschiedlichen Hell- und Dunkelwerte, die bei den Bildern durch die Verlauftechnik, beim Druck durch entsprechende Bearbeitung entstehen.

Eine Künstlerin sieht ihre Umgebung anders, ist von Licht und Farben stärker, mitunter sogar schöpferisch gefangen genommen, ganz besonders im asiatischen Teil der Welt. Deren Geheimnisse zu ergründen, den alten Mythen nachzuspüren und die Wunderwerke dieser alten Kulturen aufzusuchen, kann eine atemberaubende Exkursion zu den Wurzeln unseres Seins werden.

Von einer solche Reise bringt jeder unterschiedliche Andenken in seine vertraute Umgebung mit. Das Gesehenen in Aquarellen oder Skizzen an Ort und Stelle festzuhalten, - dazu reicht wohl nicht immer die Zeit, obwohl es die gründlichste Vorarbeit zum Fortschreiben der künstlerischen Anregung ist. Tatsächlich beginnt Charlotte Herzog von Berg sämtliche großen Arbeiten mit kleiner interessanterweise schwarz-weißen Skizzen. Die dem formalen Aufbau dienenden Ideen, werden gleichsam wie eine Gliederung in die Dimension des Bildes übertragen. Mit dem Aufbringen der großen Farbfläche beginnt darauf quasi der Schöpfungsakt.

Aus der Anregung des in der Natur Gesehenen ist eine eigene künstlich geschaffene Welt entstanden, in der andere Werte gelten als in Realität.

Wenn Charlotte Herzog von Berg aus dem Erfahrungshaushalt ihrer vielen Reisen in exotische und andere Kulturkreise schöpft und daraus paradiesische Gärten und Landschaften komponiert, spürt man die Ehrfurcht vor den von Menschenhand geschaffenen großartigen architektonische Leistungen, das betrachtende Staunen, die angeregte geistige Auseinandersetzung. In den Silhouetten ihrer Wüstenschlösser vermischt sich die Genauigkeit ihrer Erinnerung mit ihrer Vorstellungskraft. Denn all diese ästhetisch vollendeten Architekturformen sind eben nur Erinnerung an diese buddhistischen Sakralbauten, wie sie im Morgendunst gegen das aufsteigende Licht oder im fahlen Schein des Dschungelmondes leuchteten, als Darstellung verschmelzen sie zu wertfreien Eigenschöpfungen der Malerin.

Schauen wir uns die technische Ausführung der Werke näher an, so gibt sie der inhaltlichen Vorgabe erst den eigentlichen Schliff. Satt sind die Farben in die Kupferplatten geätzt, filigran der Stichel geführt, analog waren feinste Pinsel am Werk, um die Nuancen der Eitempera minutiös auf die Leinwand zu hauchen. In der Gouachen, der Malerei mit Wasserdeckfarben auf Papier, und auch in den größerformatigen Bildern verwendet die Künstlerin bisweilen auch Gold. Phantastisch oder besser fremdartig erscheint nur das Ungewohnte. Meineserachtens bewegen sich die künstlerischen Neuschöpfungen eher auf ein Paradies zu, als Träumen oder gar Märchen zu gleichen. Die Landschaften sind heiter, farbenfroh und schön, es ist angenehm, mit den Augen darinnen zu wandeln. Wer möchte nicht an einem Ort verweilen, an dem nichts bedroht, er ruhig nachdenken und sich hinein versenken kann, ohne sich darin zu verlieren!

Dr. phil. Ingrid Krupp M.A. ARTIBUS
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