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Informationen aus 2001
Sigrid Bahrenburg • Acrylbilder
Ulrike Turin • Ölbilder / Arbeiten in Holz
Debora Kim • Objekte
Manfred Bluth • Malerei
Christian Höpfner • Bildhauerei

Sigrid Bahrenburg • Acrylbilder
ars botanica
02.12.2001 bis 24.02.2002

Maiskolben I
1996 • Acryl/Lwd • 120 x 80 cm
ars botanica

Unscheinbares wird zum Monumentalen erhoben. Wachstum und Energie drohen die Bildfläche zu sprengen. Harte Formen, Kanten konkurrieren gegen weiche, fließende Bildelemente. Geschwungene Formen ringen im Wettstreit um Licht und Schatten. Farben setzen auffällig Kontraste oder schwelgen in harmonischer Korrespondenz. Eine lebendige Komposition im Dialog von Ruhe und Dynamik.

Selbst haptische Qualitäten mancher Objekte scheinen durch die Art der Darstellung fühlbar.

In einigen Bildern überziehen Zeichenspuren die Malerei wie eine filigrane Haut und steigern das optische Erlebnis.

Sigrid Bahrenburg schafft mit ihrer Malerei Wachstumsräume, in denen der Blick des Betrachters wie von fokussierendem Objektiv gelenkt wird, mit dem Ziel, gerade die Perspektive zu erreichen, die das Wesentliche sichtbar macht, die ihm Geheimnisse einer floralen Welt offenbart, die nur aus diesem Blickwinkel einsehbar sind. Aneinander und aufeinander ranken Teile eines Ganzen, erschließen sich horizontale wie vertikale Bewegungsstrukturen und ziehen den Blick in die Üppigkeit der vertrauten wie speziellen Vegetation.

Pflanzen, Blüten und Früchte aber auch morbide Elemente markanter Fundstücke erwachsen durch die Wahl des Ausschnitts zu überdimensionaler Größe und entfalten einen individuellen Makrokosmos von lebendiger Großzügigkeit. Durch diese akzentuierende Vergrößerung entsteht eine fast magische Wirkung.

Auszug aus einem Text von
Bärbel Deharde
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Ulrike Turin • Ölbilder / Arbeiten in Holz
Neue Ansichten - Neue Bilder
01.10.2001 bis 24.11.2001

Die Kardinälin
1999 • Öl / Lwd • 40 x 35 cm
Pforten zur Meditation

Zwei Welten finden in den Bildern Ulrike Turins zusammen: Fläche und Raum. Miteinander verwoben, eins geworden und dennoch getrennt und durch die Trennung uns ins Bewußtsein drängend.

Der plastische Gegenstand scheint zuweilen nur Anlaß oder Auslöser einer eigentlich raumlosen Farbkombination zu sein, hebt sich jedoch als illusionistisch räumliches Element deutlich von ihr ab. Einerseits feiert die Farbe sich oftmals im überwiegenden Teil der Fläche selbst, andererseits hebt sie durch Verläufe, die vom Gegenstand auszugehen oder zu ihm hinzuführen scheinen, diesen in seiner Plastizität hervor.

Es ist schwer zu sagen, was im Entstehungsprozeß zuerst da war - Gegenstand oder Fläche. Kompositorisch bedingen sie einander offensichtlich und sind nicht voneinander zu trennen. Sie wollen gemeinsam auftreten und wahrgenommen werden als ein beschwörendes stilles Ganzes. Dieses Ganze, in dem die Leere dominiert, ist das eigentlich anziehende an den Bildern Ulrike Turins: Bilder der inneren Kraft, der asketischen Sinnlichkeit, Pforten zur Meditation. Reduktion bis zum Wahn, aber was dann wirklich noch sichtbar ist, was bleiben darf, ist einfaches von höchstem ästhetischem Anspruch.

Noch hat Ulrike Turin den Gegenstand nicht verlassen, aber droht er nicht zu verschwinden angesichtes der neuen Sehnsucht nach Farbe, des plötzlichen Gebrauchs von Rot?, einer Farbe, für die es sich zu leben lohnt, sagt Ulrike Turin.

Auszug aus einem Text von Dr. Carola Falconetti, der in dem zur Ausstellung erscheinenden Katalog enthalten ist.
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Debora Kim • Objekte
AussenKörperInnenRaum
19.06.2001 bis 01.09.2001

Körper
2000 • Baumwollgarn auf Nessel • 43 x 32 cm
Bild - Raum - Körper

Die breit gefächerten künstlerischen Fähigkeiten Debora Kims evozieren jäh verschiedene Wirkungen und differenzierte Intensionen. Dies macht ihre Entwicklung zu einem spannungs- und abwechslungsreichen Weg, den zu folgen es sich lohnt. Debora Kim´s Kunst liegt die gegenständliche Welt zugrunde; während sie in den früheren Arbeiten der "sichtbaren Wirklichkeit" große Bedeutung zumißt, geben die neueren Arbeiten den Bezug zum Gegenständlichen nicht unmittelbar zu erkennen.

Kommen in den Zeichnungen Ende der 80er Jahre Dinge, Menschen und Situationen zum Vorschein, die den Alltag der Künstlerin bestimmen und begleiten, so unterwirft sie die Gegenstände in den folgenden Werken zunehmend einer Chiffrierung. In der Malerei löst sie die Gegenstände von ihrer sichtbar dinghaften Umklammerung, indem sie ihnen symbolische Bedeutsamkeit verleiht.

Durch diese Bildsprache bringt sie eigenes Erleben und persönliche Empfindungen zur Darstellung. Die chiffrierten Objekte versinken in der Tiefe des zur Landschaft modifizierten Bildraumes und evozieren sanfte Rhythmen und klare Strukturen. Auf solche Weise gelingt der Künstlerin eine Koexistenz ihrer inneren und der sie umgebenden äußeren Welt.

In den jüngsten Arbeiten tritt eine Neu-Orientierung in den künstlerischen Mitteln zu Tage: durch die Verwendung von Garn gelangt die Künstlerin zu Flächen, die durch unterschiedliche Richtungen und Abstände der Fäden sowie durch eine wechselnde Anzahl der Schichten eine beeindruckende Tiefenwirkung nach sich ziehen. Die umwickelten oder durchstochenen Leinwände mutieren zu Körpern, die von geheimnisvollen Schwingungen erfüllt sind.

Dr. Sven Nommensen
ARTIBUS
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Manfred Bluth • Maler
Rückblicke
30.1.2001 bis 9.06.2001

Mehr Informationen über den Künstler
Casanova-Folge Blatt 4
Rückblicke

CASANOVAS MEMOIREN
Illustrationen zu dem Kapitel seiner Flucht aus den Bleikammern

Die Geschichte seiner Flucht aus den 'Bleikammern' Venedigs ist ein Teil von Casanovas Memoiren. Die in Mischtechnik für den späteren Druck 1 : 1 hergestellten Blätter, fertigte ich im Auftrag der 'Relazioni Culturali' von Olivetti an. Gedruckt wurde das geplante Buch freilich nie, denn Signor Zorzi, der Boß, fand sie nicht leicht und spritzig genug. Zwar zahlte man mir das Honorar aus, selbst damals umgerechnet kaum DM 3.000,-, doch das war's dann auch. Immerhin finanzierte Olivetti einen Venedig-Besuch und in dessen Rahmen auch eine Gondelfahrt (siehe das letzte Blatt in der Reihe 'Casanova in fuga, Casanova si allontana ...).

An und für sich halte ich den Vorgang heute noch für ein Mißverständnis, denn jener Signor Renzo Zorzi hatte einen anderen Casanova, den unermüdlichen Frauenverführer, im Sinn. Vermutlich hat er in 'Mia fuga' nicht einmal die Nase hineingesteckt, während ich Stoff für zahlreiche düstere Episoden darin entdeckte. Denn für die Gefangenen in den 'Bleikammern', d.h. im Dach des mit Blei abgedeckten Dogenpalastes, war es natürlich im Sommer unerträglich heiß, während die Gefangenen im Keller bei hohem Wasserstand einfach absoffen. So begann er von vorneherein Fluchtpläne zu schmieden, gelangte dann mit seit seinem Begleiter auf den Platz zwischen Palast und Piazetta hinaus, winkte sich eine Gondel und war rasch auf der Terra firma, denn die Morgenwache des Palastes hielt ihn einfach für einen Besucher, der in der Nacht eingeschlossen gewesen war.

Dafür gibt es ein Doppelblatt, aber auch eines, wo er bei Mondschein vom Dach des Dogenpalastes seinen ungeheuren Schatten auf den Markusplatz wirft, was er fürchtete und so den Fluchtplan aufgab. Ferner findet er sich als eine Art Heldentenor auf den Trümmern des Palastes wieder, seine Freiheitsarie schmetternd, denn in die Zeit seiner Gefangenschaft fiel ein Erdbeben, das den Palast in Schwankungen versetzte. Erst später sah er ein, daß er unter seinen Trümmern unweigerlich zu Tode gekommen wäre.

Berlin, im Februar 2001
Manfred Bluth
ARTIBUS
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Christian Höpfner • Bildhauer
Rückblicke
30.1.2001 bis 9.06.2001

Portrait - Manfred Bluth
Rückblicke

Der Bildhauer Christian Höpfner zählt zu den namhaften Realisten der Gegenwart.

Bei seinem plastischen Schaffen steht der nackte Leib im Mittelpunkt. Es reizen ihn immer wieder neue Darstellungen klassicher Themen und machen so seine Figuren unverwechselbar.

Sein bildnerisches Ziel ist die Harmonie der plastischen Komposition.

Berlin, im Juni 2001
Ursula Engeln
ARTIBUS
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